Rundgang über unsere Deponie


 

Herzlich willkommen zu einem kleinen "virtuellen" Rundgang über die Kreisabfalldeponie Gardelegen des Altmarkkreises Salzwedel (Sachsen-Anhalt).

Auf dem rechten Bild haben Sie einen ersten Überblick auf die vielen technischen Anlagen, die heute notwendig sind, um die hohen Anforderungen an die Abfallentsorgung und damit an den Umweltschutz zu erfüllen. Eine moderne Abfalldeponie ist ein Dienstleistungsunternehmen, dass die Aufgabe hat, heute und in Zukunft eine umweltverträgliche Entsorgung von Abfällen sicherzustellen - für den privaten Bürger ebenso wie für Unternehmen. Die Deponie GmbH Altmarkkreis Salzwedel beschäftigt heute 16 Mitarbeiter und ist seit 1999 als Entsorgungsfachbetrieb für das Lagern, die Verwertung und das Beseitigen von Abfällen zertifiziert.

Bei unserem Rundgang stellen wir Ihnen nun die wesentlichen Anlagen auf dem Betriebsgelände der Deponie vor.

Blick auf das Betriebsgelände


 

Deponieeingangsschild

Anfahrt: Die Deponie befindet sich ca. 2,5 km nordöstlich der Stadt Gardelegen an der Straße nach Hemstedt (Richtung Bismark). Vom Schild sind es noch 500 m bis zur Deponie.

Empfangsgebäude

Der Eingangsbereich der Deponie mit Hauptgebäude. Hier sind Verwaltung, soziale Einrichtungen und ein Labor untergebracht. Derzeit werden jährlich ca. 25.000 Tonnen Abfälle angenommen, gewogen, geprüft und zur Verwertung oder zur Beseitigung auf das Deponiegelände gebracht. Der größte Teil der angelieferten Abfälle aus dem Altmarkkreis Salzwedel ist Hausmüll aus der grauen Restmülltonne. 

Bevor der Müll in die zentrale Anlage gelangt, wird er vorsortiert und mechanisch vorzerkleinert. Über Förderbänder erfolgt dann der Transport entweder zur Trommelsiebmaschine oder bei Holzabfällen zum Nachzerkleinerer. 

Außenansicht der mechanischen Behandlungsanlage Stufe I. Der anfallende Müll wird hier sortiert, zerkleinert und für die weiteren Bearbeitungsschritte (Verbrennung in Müllheizkraftwerken, biologische Abfallbehandlung) vorbereitet. 

Die Holzfraktion wird der Nachzerkleinerungsmaschine (hinten links im Bild) zugeführt. Der übrige Hausmüll wird in der Trommelsiebmaschine (rechts) in eine Grobfraktion (größer 80 mm) und eine Feinfraktion (kleiner 80 mm) sortiert.

Der Betrieb der Anlage ist mit Staub-Emissionen verbunden. Um die Anforderungen des Bundes-Immissionsschutzgesetzes und des Arbeitsschutzgesetzes zu erfüllen, wird die Luft in der Halle während des Betriebs ständig abgesaugt und in einer Gewebefilteranlage (links im Bild) gereinigt.

Intensivrotte

In mehreren großen Rottetunneln mit einem Volumen von 300 m³ findet die Intensivrotte statt (Rottestufe I, Dauer insgesamt ca. 1 Monat). Das Ziel dieser Stufe ist neben dem Abbau kurzkettiger organischer Verbindungen auch die Hygienisierung des Materials. In dieser Phase werden die Abfälle durch Öffnungen im Boden aktiv belüftet und von oben mit einem Düsensystem befeuchtet. Dadurch ist es möglich, den Rotteprozess jederzeit optimal zu steuern und die notwendige Luftmenge zuzuführen. Nach zwei Wochen werden die Abfälle einmal in einen anderen Rottetunnel umgelagert. 

Transport zur biologischen Abfallbehandlung

Nach der mechanischen Abfallbehandlung Stufe I (rechts im Bild) erfolgt der Transport der Feinfraktion zur biologischen Abfallbehandlung (links im Bild). Bereits auf diesem Förderband werden die Abfälle mittels einer opto-elektronischen Steuerung befeuchtet und so auf den nachfolgenden Rotteprozess vorbereitet.
Das Brauchwasser für die gesamte nachfolgende biologische Behandlung sowie für die Abluftreinigung wird ausschließlich auf dem Betriebsgelände der Deponie gewonnen. In einem komplexen Leitungs-, Speicher- und Steuerungssystem wird dafür Dachflächen-Niederschlagswasser, Brunnenwasser und Deponie-Sickerwasser genutzt. 

Luftreinigung

Die Abluft aus der Intensivrotte weist noch einen starken Geruch auf und enthält viele Schadstoffe und Keime. Die Abluft muss gemäß den gesetzlichen Vorgaben Grenzwerte für verschiedene Parameter einhalten, um abgeleitet werden zu können. Sie wird daher einer aufwändigen Behandlung unterzogen. Dazu wird eine regenerativ-thermische Oxidation (RTO) mit vorgeschaltetem sauren Wäscher eingesetzt. Hier werden die Inhaltsstoffe in der Abluft zunächst nach dem Gegenstrom-Prinzip ausgewaschen. Anschließend werden die in der Abluft noch verbleibenden Schadstoffe und Keime unter Nutzung des eigenen Deponiegases verbrannt. 

Nachrotte

Auf einer unbelüfteten, überdachten offenen Fläche findet die abschließende Nachrotte statt (Rottestufe II, Dauer zwei Monate). Hier wird unter ständiger Temperaturkontrolle und mehrfachem Umlagern und Bewässern unter Einsatz des mobilen Mietenumsetzers das deponiefähige Endprodukt erreicht, d.h.
- nativ-organische Bestandteile sind weitgehend abgebaut,
- das Deponie-Einbauverhalten ist optimiert und
- es tritt eine deutliche Massen- und Volumenreduktion ein.
Im Anschluss an die Nachrotte erfolgt nach Bedarf die mechanische Behandlung Stufe II, in der alle Bestandteile, die größer als 40 mm sind, ausgeschleust werden können. Von hier aus erfolgt dann der Transport zur Einlagerungsfläche der Deponie. 

Behälter verschiedener Abfallarten

Auch für ausgediente Haushaltsgeräte, Elektronikschrott, Weißschrott oder elektrische Geräte sind Lagerkapazitäten vorhanden. Für diese Abfälle gibt es jeweils eigene Container. Hier werden auch Wertstoffe wie Altglas, Altpapier und Leichtverpackungen gesammelt. 

Schadstoffsammelstelle

Kleinmengen von schadstoffhaltigen Abfällen werden in unserer Schadstoffsammelstelle gelagert. Dieser besonders gesicherte Bereich verhindert die Freisetzung von Schadstoffen in die Umwelt bis zur endgültigen Entsorgung dieser Problemabfälle. 

Speicherbehälter Sickerwasser

Die größte und mit der grün leuchtenden Abdeckung auch auffälligste Anlage auf dem Weg zur Deponiefläche ist der Speicherbehälter für das Sickerwasser. Um das auf der Einlagerungsfläche anfallende Sickerwasser auch bei größeren Regenmengen auffangen zu können, hat der Speicher ein Volumen von 1300 m³. Bei Bedarf erfolgt die Behandlung des Sickerwassers mit einer Anlage vor Ort. Seit 2005 wird ein Teil des Sickerwassers für die biologische Abfallbehandlung genutzt.

Einlagerungsfläche Abfälle

Bereits von Weitem zu sehen: die Einlagerungsfläche für die Abfälle. Im derzeit betriebenen ersten Bauabschnitt hat sie eine Fläche von ca. 4,2 Hektar. Es handelt sich dabei um einen überhöhten Tafelberg mit einer Höhe von ca. 15 m.
Im Vordergrund befindet sich die Deponiegasentsorgung. Das Deponiegas wurde hier bis 2004 über eine Hochtemperaturfackel verbrannt. Seit 2005 wird das Deponiegas für die Abluftreinigung der biologischen Abfallbehandlung genutzt.

auf dem Deponiekörper damals auf dem Deponiekörper heute

Die Einlagerungsfläche auf dem Deponiekörper. Hier werden die Abfälle eingelagert und maschinell verdichtet. In dem linken Bild befindet sich ein Gasbrunnen, unten links eine Sonde für Setzungsmessungen. Das rechte Bild gibt die Einlagerung seit 2005 wieder.

Weg zur Deponieoberfläche

Der Weg auf den Deponiekörper. Zusammen mit dem hier erkennbaren Randwall und dem Betriebsweg hat die Einlagerungsfläche eine Gesamtgröße von ca. 5,3 Hektar. 

Maschinen für den Deponiebetrieb

In einer eigenen Werkstatt werden alle auf dem Deponiegelände eingesetzen Fahrzeuge und Maschinen gereinigt und gewartet.

Anlieferungsbereich

Von der Werkstatt aus werfen wir abschließend noch einen Blick über das Betriebsgelände zurück auf den Anlieferbereich mit dem Hauptgebäude. 

 

An dieser Stelle ist unsere Rundgang zu Ende. Wenn Sie noch Fragen haben, können Sie sich gerne an unsere Mitarbeiter wenden.

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